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Biologische Station Rothaargebirge

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Inhalt:

“Was haben Zink, Blei und Kupfer mit einer Küstenpflanze zu tun? Über die Anpassung von Pflanzen auf alten Grubenhalden“ - Eine bergbaugeschichtliche und naturkundliche Führung durch das Naturschutzgebiet (NSG) „Grubengelände und Wälder bei Burgholdinghausen“ und in das Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiet „Grubengelände Littfeld“

Blick vom Altenberg bei Littfeld

Treff:

Kreuztal-Littfeld, Modellflugplatz an der Müsener Straße (NSG-Info-Tafel am großen Weiher)

Datum:

Mittwoch, den 23.06.09

Uhrzeit:

18.00 – 20.00 h

Veranstalter:

Heimatverein Littfeld-Burgholdinghausen e.V.

Leitung:

M. Jung, H. Stähler, S. Viereck, M. Sorg

Kooperationspartner:

Ortsvereine in Littfeld, Forstverwaltung Burgholdinghausen, Waldgenossenschaft, Forstamt Siegen-Wittgenstein, NABU, Biologische Station

Kosten:

unentgeltliche Veranstaltung, der Heimatverein Littfeld-Burgholdinghausen e.V. freut sich über eine Spende

Anmeldung:

nicht erforderlich

Anmerkungen:

Beschreibung:

Das Grubengelände Littfeld umfasst die ehemaligen Erzgruben Heinrichssegen, Hohenstein, Altenberg, Silberart, Viktoria und Anna. Vor allem die Blei- und Zinkförderung in der Grube Viktoria hat u.a. auch zur Ablagerung schwermetallhaltiger Halden geführt. Selbst nach Schließung der Grube Viktoria wurde hier noch Material aus dem gesamten Siegerland durch Erzflotation aufbereitet, wodurch metallhaltige Schlämme noch weiter verbreitet wurden. Das Grubengelände Littfeld ist aber nicht nur bergbau- oder heimatkundlich interessant. Besondere Tier- und Pflanzenvorkommen haben es zu einem Gebiet mit europaweiter Schutzwürdigkeit gemacht. Aufgrund des mindestens 1000 Jahre andauernden, nahezu ununterbrochenen Bergbaus hat sich hier eine Vielzahl unterschiedlichster, aber eng verzahnter Lebensräume gebildet. Dabei stellen die auf den nach wie vor metallhaltigen Böden siedelnden Schwermetallrasen sogar die herausragende Besonderheit des Gebietes von europäischer Bedeutung dar. Hier finden wir so genannte schwermetallanzeigende Pflanzen wie Hallers Grasnelke, Hallers Schaumkraut und Hallers Leimkraut, die in Nordrhein-Westfalen z.T. nur hier wachsen. Weiterhin verbreitet sind Orchideenbestände, wie z.B. Breitblättrige und Braunrote Sumpfwurz oder Geflecktes Knabenkraut. Neben den meist vegetationsarmen und trockenen Halden finden wir natürlich auch Teiche, Gräben, Bäche und sogar moorige Zonen. Die Gewässer sind Lebensräume für eine Vielzahl von Tieren. Alleine 13 Amphibien- und Reptilienarten sind im Grubengelände anzutreffen, d.h. nahezu alle im Kreisgebiet heimischen Arten.

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