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Biologische Station Rothaargebirge

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NABU, Landwirte, Biostation und NRW-Stiftung sichern Schmetterlingslebensräume

Der seit 1991 aktive Einsatz des NABU und hier vor allem von Juergen Sartor, bei der Handmahd bundesweit selten gewordener Pfeifengraswiesen in Burbach-Lippe, musste in diesem Jahr bei erschwerten Bedingungen im Regen erfolgen. Aufgrund eines Schmetterlings muss ein Teil der Wiese ohne Pflege in den Winter gehen.

Jürgen Sartor und Friedhelm Schmidt bei der Handmahd von Pfeifengraswiesen mit Balkenmäher in Burbach-LippeZur Pflege vieler mit Förderung der NRW-Stiftung Natur-Kultur-Heimat erworbener Feucht- und Magerwiesen - über 4000 Hektar mittlerweile landesweit - zählt im NSG Breitenbach bei Lippe neben der Mahd vor allem die Entnahme junger Gehölzaustriebe, die eine maschinelle Pflege bislang ausschlossen. Sie ergänzen die Entbuschungsmaßnahmen des Pflegetrupps der Unteren Landschaftsbehörde und der Biostation imWinterhalbjahr. Der Abtransport bzw. die Nutzung der Streu wird wieder von den Landwirten Stefan und Bettina Betz übernommen, die zudem drei weitere Vorkommen eines Fleckenfalters mit besonderen Bewirtschaftungsauflagen pflegen und somit erhalten. In diesem Jahr musste jedoch auch ein Teil des Aufwuchses der "Mückewiese"stehen bleiben, nämlich dort, wo die Biologische Station 2008 und 2010 denSkabiosen-Scheckenfalter, eine besonders geschützte Art des Anhanges II der FFH-Richtlinie im Rahmen ihres Untersuchungsauftrages, zum Teil erstmals wieder nachweisen konnte. Der zu den seltensten und schönsten Tagfaltern in Nordrhein-Westfalen zählende "Sommervogel" durchläuft seine Entwicklung als Raupe an der Futterpflanze Teufelsabbiss. Sie gehört zu den Spätblühern auf den Lipper Pfeifengraswiesen ähnlich wie Nordisches Labkraut und Färberscharte und blüht von Juli bis August.

Skabiosen-Scheckenfalter - eine der Zielarten bei der Streuwiesenpflege in Burbach-Lippe

Zu den vielen weiteren Raritäten auf den der Gemeinde Burbach gehördenden Huteweiden und Streuwiesen sowie den von der NRW-Stiftung in Burbach erworbenen Pfeifengraswiesen zählen Blauschiller-Feuerfalter, Raubwürger, Wachtelkönig, Bekassine und Braunkehlchen sowie Himmelsleiter, Trollbume, Moorklee, Färberscharte und Nordisches Labkraut. Manch unbedeutend erscheinende Naturschutzmaßnahme wie im Falle des Skabiosen-Scheckenfalters hat jedoch eine überregionale Artenschutzbedeutung wie jetzt 2010, im UN-Jahr zur Erhaltung der Biologischen Vielfalt.

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