
Trotz des ganz und gar nicht wüstenhaften Schauerwetters konnten von den Kindern zahlreiche Spinnen entdeckt werden. Mit einer Spezial-Ausrüstung bestehend aus Becherlupe, Streifkescher und Wasserzerstäuber ging es zwei Stunden lang querfeldein über die Halde der ehemaligen Charlottenhütte. Als besonders hilfreich zeigte sich der Wasserzerstäuber, der die ansonst unsichtbar dünnen Spinnenfäden plötzlich sichtbar machte. Überall, an Bäumen und Stäuchern, unter Steinen und Hölzern tauchten Spinnennetze auf. Die jungen Spinnenforscher zählten mehr als 15 Netze auf einem Quadratmeter!
Neben Wolfspinnen, Herbstspinnen und vielen anderen fand die Gruppe auch ein Exemplar der Wärme liebenden Feld-Winkelspinne. "Diese Art wurde vorher im Siegerland noch nie gefunden" erzählte Volker Hartmann erfreut. "Der Fund zeigt uns, dass auf der Halden Tiere leben, die die besonderen Bedingungen aus Hitze und Trockenheit aushalten", so der Biologe. Neben großen und vielen kleinen Spinnen fanden die Naturdetektive auch andere Besonderheiten: unter einem Stein versteckte sich eine Geburtshelferkröte. Ein wirklich ungewöhnliches Tier, bei dem das Männchen die Eier auf dem Rücken zum nächsten Wasserloch trägt. Im wasserreichen Siegerland ist ja selbst in der Wüste das Wasser meist nicht weit weg ist.
Nachdem die Detektive auf abenteuerlichen Wegen einen schönen Aussichtspunkt auf der Halde erreicht hatten, ging es durch die exotisch anmutende Wüstenlandschaft zurück zum Treffpunkt. Dort planten die jungen Spinnenforscher sogleich weitere Spinnenexpeditionen in die Gärten ihrer Umgebung.
Vielen Dank für ihre Unterstützung!
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